Die Farbenlehre zählt in der bilderischen Gestaltung zu den wichtigsten formalen Gestaltungslehren. Ihre Relevanz ist vergleichbar mit der Formen-, Kompositions- oder Perspektivenlehre. Dieser Beitrag beschreibt das Wesen und die Logik der Farbe. Nicht besprochen werden Elemente der Maltechnik, wie etwa Lasurtechniken oder das Arbeiten mit der Malpalette, und auch nicht der Materiallehre, wie etwa die Malmittel (siehe hierzu Malmittel).

Zur Farbenlehre

Das Thema Farbe findet in wissenschaftlichen Disziplinen wie Physik, Chemie, Biologie oder Psychologie einen prominenten Platz. Ein Verständnis für Farbe ist auch ökonomisch und politisch relevant, da sich mit einem bewussten Einsatz von Farbe ein Produkt, eine Botschaft oder ein Image besser vermitteln lässt. Nicht zuletzt bestimmt Farbe unseren Alltag, wenn es beispielsweise darum geht, uns im Strassenverkehr zu bewegen oder auch etwa auf die Veränderung der Gesichtsfarbe von unserem Gegenüber zu reagieren. Und selbstverständlich ist Farbe in allen Bereichen der Kunst- und Gestaltung von zentraler Bedeutung, wie in der Mode, Bildenden Kunst, Architektur oder auch im Film, Grafik- und Gamedesign. In der Kunst- und Gestaltungspraxis kann die Farbenlehre in drei Bereiche gegliedert werden. Erstens: Was ist Farbe? Zweitens: Wie lässt sich Farbe ordnen? Und drittens: Wie ist die Wirkung und der Einsatz der Farbe? Insbesondere im dritten Bereich könnte auch nach der Funktion der Farbe im kultur- und kunstgeschichtlichem Kontext oder nach der Geschichte der Farbenlehr überhaupt gefragt werden, was diesen Beitrag aber sprengen würde.

1. Was ist Farbe?

Ein allgemeines Verständnis vom Prozess des Sehens und der Farbwahrnehmung hilft zu verstehen, was Farbe eigentlich ist. Farbe ist genau genommen keine Eigenschaft von einem Gegenstand oder einem Licht. Farbe ist vielmehr die Interpretation eines Teils jenes sichtbaren Spektrums elektromagnetischer Wellen, der etwa von einem Farbmittel reflektiert oder von einem Leuchtmittel ausgestrahlt wird. Werden Farbmittel wie bei einer Malfarbe gemischt, spricht man physikalisch bedingt von subtraktiver Farbmischung. Dabei wird Licht entzogen und die Mischfarbe wird insgesamt dunkler. Werden hingegen Lichtstrahlen von Leuchtmitteln wie etwa bei Dioden eines Handybildschirms gemischt, spricht man von additiver Farbmischung. Hier werden die Lichtstraheln zusammengelegt und die Mischfarbe wird heller. Banal gesprochen könnte man dabei von Materialfarben und Lichtfarben sprechen. Der Weg des Lichts vom Farbreiz bis zur Farbempfindung durchläuft einen physikalischen, physiologischen und psychologischen Prozess. Viele Faktoren beeinflussen diesen Weg. Was wir wie wahrnehmen, hängt deshalb entsprechend auch von der Lichtgebung, dem Sehapparat und von unserer Verarbeitung im Gehirn ab, was evolutions-, kultur- und persönlichkeitsbedingt ist.  Betrachten zwei Menschen den selben Gegenstand, muss das nicht heissen, dass sie diesen gleich wahrnehmen. Aber sie tauschen sich darüber aus und kommunizieren damit. Ist man sich dessen bewusst und kennt die Details, kann man in der Gestaltungspraxis und im Alltag die Farben besser handhaben. Zusammenfassend kann man sagen, dass Farbe eine Interpretation elektromagnetischer Wellen ist, welche einen physikalischen, physiologischen und psychologischen Prozess durchläuft.

a) Der Weg des Lichts bis zur Farbempfindung

 

2. Wie lässt sich Farbe ordnen?

2.a Farbmodelle und Farbmischung


Der Begriff Farbmodell wird in den verschiedenen Disziplinen unterschiedlich streng definiert. In der Gestaltungspraxis versteht sich der Begriff Farbmodell relativ offen für jegliche systematische Anordnung von Farben, womit ihre Zusammenhänge oder etwa das Mischverhalten besser verstanden werden kann. Einfache Farbmodelle können pädagogisch Sinn machen, um sich dem Thema Farbe anzunähern. Andere hingegen dienen der Orientierung in der Gestaltungspraxis oder finden in der Computerverarbeitung Verwendung. In der analogen und digitalen Gestaltungspraxis begegnet man insbesondere den drei Modellen HSB, CMY und RGB. Diese Modelle bieten eine gute Orientierung und sind zugleich mathematisch verbindlich, da die Farben mit Zahlenwerten bezeichnet und berechnet werden können.

In der Praxis zeigt sich davon insbesondere das HSB-Modell (bzw. HSV, HSL) als sehr hilfreich, da dieses Modell mit seinen drei Farbdimensionen Farbton (Hue), Sättigung (Saturation) und Helligkeit (Brightness bzw. Value oder Lightness) auch unserem täglichen Sprach- und Wahrnehmungsmuster nahe kommt. Das CMY-Modell dient der Mischung von Materialfarben und basiert auf den Grundfarben der subtraktiven Farbmischung Cyan-Blau, Magenta-Rot und Gelb (Yellow). Diese Grundfarben sind für den Vierfarbendruck (CMYK) optimiert, dem wir im Offsetdruck oder zuhause bei einem einfachen Tintenstrahldrucker begegnen. Dabei wird zusätzlich mit Schwarz (Key) als Schlüsselfarbe die Farbtiefe und der Kontrast verstärkt. Zum Grundverständnis kann es aber etwa auch dem Malen mit Gouache und Acryl dienen. Das RGB-Modell verwendet man hingegen etwa in der Fotografie und digitalen Bildgestaltung. Dieses Modell leitet sich von den Grundfarben der additiven Farbmischung Rot, Grün und Blau ab. Mit diesen wenigen drei Farbmodellen lässt sich bereits in einem breiten Gestaltungsbereich sehr gut arbeiten.

 
a) Visualisierung der additiven und subtraktiven Farbmischung   b) HSB bzw. HSL-Modell visualisiert mit einer Farbkugel
   
c) Im Farbwähler der meisten Bildbearbeitungsprogrammen kann mit den Modellen HSV, RGB und CMYK gearbeitet werden (hier Gimp)   d) Küppers Farbsonne findet oft im Kunst- und Gestaltungsunterricht Verwendung

 

2.b Farbrelationen


Die Kenntnis zur Bezeichnung von Farbrelationen erlauben einen logischen Zugang zu Farbkombinationen. Am besten stellt man sich dazu ein Farbmodell zur Visualisierung der Farbrelationen vor. Analoge Farben beschreiben das Verwandtschaftsverhältnis von Farben, die in einem Farbtonkreis nahe beieinander liegen wie Orange- und Rottöne oder Violett- und Blautöne. Diese Farben besitzen einen kleinen Farbtonunterschied. Farben, die sich hingegen 180 Grad gegenüber stehen, wie etwa Rot und Grün oder Gelb und Blauviolett, nennt man komplementär. Monochrome Farben besitzen denselben Farbton. So gilt eine blaufarbene Fotografie wie die Cyanotypie als monochromes Bild. Achromatische Farben zeigen gar keinen Farbton und gehen von Schwarz über verschiedene Graustufen bis Weiss, sie sind unbunt. Graustufenbilder oder Schwarzweissbilder besitzen somit nur achromatische Farben. Chromatische Farben hingegen bezeichnen alle bunten Farben, die bei einer Farbkugel nicht auf der Nordsüd-Achse oder - enger definiert - sogar nur jene Farben, die nur auf dem Äquator stehen.

Kalte- und warme Farben beschreiben die Temperaturwirkung von Farben. Ist eine Farbe näher beim warmen Pol (Rot) und eine ander näher beim kalten Pol (Blau), gilt die erste als kalt und die zweite als warm. Farbtemperaturen sind jedoch relativ zu verstehen. Ein Grün kann neben einem Cyan-Blau warm wirken, während es neben einem Rot kalt wirkt. Wie in der Musik kann man bei einem Zusammenspiel von mehreren Farben von einem Klang bzw. von einem Farbklang sprechen. So gibt es auch in der Farbenlehre Zwei-, Drei- oder Vierklänge. Diese können harmonisch oder disharmonisch, ruhig oder nervös, introvertiert oder extrovertiert wirken. Zur Gestaltung eines Looks in der Mode oder für ein Corporate Design arbeitet man hierfür mit Farbpaletten, die eine gut abgestimmte Auswahl von wenigen aber verbindlichen Farbwerten definieren und ganz gezielt Farbklänge und Stimmungen erzeugen. Mit einer kleinen Farbpalette kann bereits ein bestimmtes Zielpublikum mit einer bestimmten Message angesprochen werden.

    Bsp. analoge Farben  
       
    Bsp. achromatische Farben  
       
    Bsp. monochrome Farben  

 

2.c Farbkontraste


Ein Farbkontrast beschreibt den Unterschied zwischen zwei oder mehreren, meist aneinandergrenzenden Farben. Farbkontraste leiten sich von der allgemeinen Kontrasttheorie ab und können in ihrem Charakter dementsprechend gross oder klein sowie hart oder weich sein. Der Kürze halber versteht man beim Begriff Farbkontrast oft, dass ein grosser Farbkontrast besteht. Da es drei verschiedene Farbdimensionen gibt (HSB), kann man demenstprechend auch drei genuine Kontrastdimensionen bennenen. Der Farbtonkontrast ist der einfachste Farbkontrast. Hierbei geht es um den Unterschied zwischen den Farbtönen. Der stärkste Farbtonkontrast eines Zweiklangs steht im Farbtonkreis komplementär gegenüber. Farben mit einem kleinen Farbtonkontrast nennt man analoge Farben. Der zweite Kontrast, der Sättigungskontrast beschreibt den Unterschied in der Reinheit- bzw. im Sättigungsgrad der Farben. Der Helligkeitskontrast ist der dritte Kontrast im Bund und meint zum einen, wie der Unterschied der Weiss- bzw. Schwarzanteile in den Farben sind. Zu beachten ist, dass auch gesättigte Farben (nicht vermischt mit Schwarz, weiss oder Grau) einen Helligkeitsunterschied aufweisen. So ist Gelb ein heller und Violett eine dunkler Farbton. Zu diesen drei Dimensionen gibt es noch den Farbtemperatur- und Quantitätskontrast. Der Farbtemperaturkontrast ist verwandt mit dem Farbtonkontrast und bezieht sich auf den Temperaturunterschied der Farben. Warme Farben stehen näher zum roten Pol und kalte zum blauen Pol. Der Quantitätskontrast ist eigentlich kein Farbkontrast sondern ein Form- bzw. Flächenkontrast. Traditionellerweise wird dieser jedoch zu den Farbkontrasten gezählt. Dieser Quantitätskontrast bezieht sich auf die mengenmässige Verteilung der Farben, wobei jede Farbe eine andere Gewichtung mit sich bringt. Ein ausgeglichenes Flächenverhältnis zweier Farben ist nicht unbedingt in der Grösse von 1 : 1 gegenüberzustellen. So benötigt Violett ein Vielfaches seiner Fläche, um mit Gelb im Gleichgewicht zu stehen.

Kontrast_Farbton_gross_ku-ts
 a) Bsp. starker Farbtonkontrast
Kontrast_Farbton_klein_ku-ts
  b) Bsp. schwacher Farbtonkontrast

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3. Wie ist die Wirkung und der Einsatz der Farbe?

3.a Kontrasteffekte


Kontrasteffekte sind physiologisch-kognitiv bedingte Phänomene, die bei speziellen Farbkontrasten durch den Korrekturvorgang der menschlichen Wahrnehmung entstehen und visuelle Effekte hervorrufen. Drei Kontrasteffekte sind in der Gestaltung mit Farbe besonders relevant. Beim Simultankontrast geht es darum, dass zwei nebeneinander liegende Farben sich gegenseitig beeinflussen. Das heisst, dass eine Farbe in ihrer Wirkung etwas von der Komplementärfarbe ihrer Nachbarsfarbe aufnimmt. Der Komplementärkontrast ist ein Spezialfall des Simultankontrasts. Er stellt sich nur ein, wenn zwei Farben direkt nebeneinander zu sehen sind, welche sich im Farbkreis diametral gegenüberstehen - also Komplementärfarben. Durch die gegenseitige Beeinflussung verstärkt sich die jeweilige Farbwirkung seiner selbst, sie übersteuern sich gegenseitig. Rot wirkt neben Grün noch roter und Weiss neben Schwarz noch weisser. Insbesondere beim Komplementärkontrast mit chromatischen Farben entsteht ein unangenehmes Flimmern im Auge, was in der Gestaltung teils gerne zur Aufmerksamkeitssteigerung genutz wird. Der Sukzessivkontrast beruht auf der Trägheit des menschlichen Auges, was etwa nach einem Blick in die Sonne gut zu spüren ist. Wenn die wahrgenommene Farbe schlagartig wechselt oder die Blickrichtung geändert wird, sehen wir nachfolgend (sukzessiv) für einige Sekunden die Gegenfarbe, wodurch ganze Nachbilder entstehen können.

komplementaer_blaugelb_ku-f  platzhalter Komplementaer_gruenmagenta_ku-ts  platzhalter Komplementaer_Schwarzweiss_ku-ts
a) Bsp. Chromatischer Komplementärkontrast mit maximalem Helldunkelkontrast
 
b) Bsp. Chromatischer Komplementärkontrast mit kleinem Helldunkelkontrast
 
c) Bsp. achromatischer Komplementärkontrast

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3.b Farbwirkung und Farbsymbole


Farben haben eine psychologische Wirkung und symbolische Bedeutung. Obwohl Farben auf jeden Menschen zu einem gewissen Anteil individuelle Reaktionen auslösen können, existieren aufgrund natürlicher Erfahrung sowie der Wahrnehmung und Gestaltung der kollektiven Umwelt Gemeinsamkeiten in der psychologischen Farbwirkung. Teils wird sogar behauptet, dass durch genetische Erfahrung die Reaktionen auf Farben in ein kollektives Unterbewusstsein eingedrungen sei. Wie auch immer, Farben lösen bei den Menschen eine unmittelbare und ähnliche psychische bis körperliche Reaktion aus. Gelb und Rot wirken beispielsweise anregend, Blau beruhigend. Bei unterschiedlichen Raumfarben können sich so Herzschlag und Blutdruck verändern, dass die gleiche Umgebungstemperatur verschieden wahrgenommen wird. So hat jede Farbe unmittelbar ihre eigene Wirkung, was in jedem Gestaltungsprozess zu berücksichtigen ist. Die Farbsymbolik hingegen wirkt weniger unmittelbar als die psychologische Wirkung. Diese muss aktiv erlernt werden und ist abhängig von Kulturkreis zu Kulturkreis, d.h. auch von Zeit und Raum. Die Farbsymbolik stellt sich über die Konventionen der jeweiligen Kultur ein. So wurde die Farbe Rot Mitte des 20. Jahrhundert in unserem Kulturkreis stärker als heute mit dem Kommunismus konnotiert und im 19. Jahrhundert noch gar nicht. Trotz teils triftigen Zuordnungen macht ein verbindliches Lexikon zur Farbwirkung und Farbsymbolik keinen Sinn, da etwa feine Farbunterschiede starken Auswirkungen haben oder sich  Bedeutungszuordnung schlagartig ändern können. Dennoch ist der Versuch einer tabellarischen Auflistung von Wirkung und Symbolik als Zugang zur Farbe und einem Farbverständnis unterstützend, wie dies unten und nachfolgend im verlinkten Beitrag versucht wird.

  Psychologische Farbwirkung Farbsymbolik  
Bsp. ROT warm, kraftvoll, exzentrisch, extrovertiert Feuer, Liebe, Leidenschaft, Kraft, Aggression, Gefahr  
       
Bsp. GELB warm, heiter, grell, aufdringlich, stolz Sonne, Ewigkeit, Optimismus, Neid und Eifersucht  
       
Bsp. SCHWARZ düster, schwer, feierlich Finsternis, Tod, Trauer, Böse, Ernsthaftigkeit  


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3.c Farbfunktionen


Farben können in einem Bild verschiedenen eingesetzt werden. Hierbei spricht man von Farbfunktionen. Es gibt wirklichkeitsnachahmende (Mimesis) und erweiterte Farbfunktionen. Bei der Gegenstandsfarbe wird die stilisierte, wirklichkeitsnahe Farbe eines Objekts wiedergegeben. Besonders Kinder folgen lange dieser Farbfunktion (der Himmel ist blau). Bei der Lokalfarbe geht es darum, den Gegenstand lokal in der wirklichkeitsnahen gegebenen Lichtsituation darzustellen (Spitzlicht, Eigenschatten, Schattenwurf usw.). Die Erscheinungsfarbe ist eine Steigerung zur Lokalfarbe. Diese wird nun in atmosphärischer Adaption (Farbperspektive, Luftperspektive) gezeigt. Ein weit entfernter Nadelwald kann dabei an einem schönen Sommertag bläulich oder eine Stadtansicht bei Nebel gedämpft wirken. Zu diesen mimetischen Farbfunktionen kommen weitere dazu. Die Wirk- bzw. Ausdrucksfarbe wird dann eingesetzt, wenn es nicht so sehr um Wirklichkeitsnähe, sondern um eine Stimmung oder ein Gefühl geht, das ausgedrückt werden will. So kann ein eine brutale Kampfszene durchgängig in roten, düsteren Farben gemalt werden, obwohl diese in Wirklichkeit nicht so ausschauen würde. Bei der Symbolfarben geht es um die Verbindung der Farbe mit einer nicht direkt erkennbarer Bedeutung, die zur Konvention geworden ist. Eine weisse Taube ist nebst ihrem Wesen als Taube auch ein Zeichen für Frieden. Weiss ist hier zugleich Gegenstandsfarbe und Symbolfarbe. Die absolute Farbe meint hingegen nichts ausser sich selbst. Der Einsatz von weisser Farbe bedeutet bei dieser Farbfunktion nicht, dass es um Frieden geht. Die weisse Farbe bezieht sich nur auf sich selbst, sie sagt lediglich: Ich bin weiss.

Bsp. Lokalfarbe

Die Lokalfarbe zeigt die Materialfarbe mit lokaler Lichtgebung (Spitzlicht, Eigenschatten, Reflexionen, farbiges Umgebungslicht überströmt die Materialfarbe...). Das Dargestellte wird damit pastisch und räumlich greifbarer.

Fra Angelico modelliert den Felsen und die Drapierung der Gewänder in seinem Bild noli me tangere (um 1440) mit Licht und Schatten (wm). Raum und Figuren werden damit greifbarer und bringen Bild und Betrachter näher.

 Angelico, noli me tangere.jpg  

Bsp. Symbolfarbe

Der Farbeinsatz versteht sich symbolisch (rote Fahne steht in der westlichen Welt vom 20. Jh. für Kommunismus). Damit können komplexe inhalte sinnlich und insbesondere kognitiv vermittelt werden.

Das rote Kissen auf das Amor kniet in der Allegorie der Liebe (1550) von Agnolo Bronzino symbolisiert die Wollust (wm). Amor überkommt beim Anblick der Venus die Wollust.

 

 
         

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